Mauertrocknung
über Mauerfeuchte
Neben Witterung und Bodenfeuchte, Kondensation von Luftfeuchtigkeit, Planungs- und Baumängeln ist die kapillar aufsteigende Bodenfeuchte mit 95% die häufigste Ursache für feuchte Mauern – sowohl für Außen- als auch für Innenwände!Mit Kapillarität bezeichnet man das Verhalten von Flüssigkeiten, das sie bei Kontakt mit engen Röhren, Spalten oder anderen Hohlräumen in Feststoffen zeigen.
Beispiel: Taucht man ein Glasröhrchen senkrecht in Wasser, steigt das Wasser in der engen Glasröhre ein Stück gegen die Gravitationskraft nach oben.
Da nahezu jedes Mauerwerk solche kleinen Kapillargefäße besitzt bedeutet das: Entgegen der Schwerkraft steigt Wasser in diesen kleinen Röhren und Hohlräumen im Mauerwerk nach oben.
vertikalen (senkrechten) und
horizontalen (waagerechten)
Sperre soll das verhindern.

Ist die horizontale Feuchtigkeitssperre
defekt oder fehlt sie ganz, steigt die im
Erdreich vorhandene Feuchte im Mauer-
werk ungebremst nach oben. Die Feuchte
führt gelöste Salze (Salze, Sulfate,
Nitrate usw.) mit sich. Diese führen nicht
nur im Verdunstungsbereich zu Verfärbungen,
Putzzerstörungen, Mauerfraß etc., sie verstopfen
auch die Poren im Mauerwerk und die
Feuchtigkeit steigt noch höher.
Auch Innenwände können von aufsteigender Feuchte betroffen sein. Wer hier statt Abdichten eine dauerhafte Lösung finden will, muß der Wand die Feuchtigkeit entziehen, d.h. es ist notwendig, alle Feuchtigkeitsursachen zu beseitigen. Erst dann kann die Sanierung beginnen.
